Digitales Röntgen beim Zahnarzt

Digitales Röntgen gehört heute in jeder modernen Zahnarztpraxis zum Standard. Denn das Verfahren hat einige Vorteile sowie geringere gesundheitliche Risiken gegenüber dem analogen Röntgen. Erfahren Sie mehr dazu in diesem Beitrag von ZukunftZahn.


Was ist Röntgen?

Grundsätzlich ist Röntgen ein medizinisches Diagnoseverfahren zur bildlichen Darstellung der im Körper befindlichen Knochen, Zähne, Organe und Strukturen. Während des Röntgenvorgangs befindet sich das zu untersuchende Körperteil zwischen der Strahlenquelle und dem Aufnahmegerät. Die Röntgenstrahlen durchdringen den Körper, treffen auf das Aufnahmegerät und erzeugen so ein Bild. Die Röntgenstrahlen können in hoher Dosis krebserregend wirken. Darum trägt der Patient während des Röntgens eine spezielle Strahlenschutzkleidung, um umliegende Organe zu schützen.


Exkurs: Wer erfand das Röntgen?

Der deutsche Physiker und Hochschullehrer Wilhelm Conrad Röntgen entdeckte im Jahr 1895 im physischen Labor der Universität Würzburg durch einen Zufall eine Strahlung, mit der er das Körperinnere betrachten konnte. 1901 erhielt Röntgen für seine Entdeckung den Nobelpreis für Physik. Durch die nach ihm benannten Röntgenstrahlen revolutionierte er die bildgebenden Verfahren zur Diagnostik in der Medizin. Über die gesundheitsschädliche Wirkung einer zu hohen Strahlenbelastung war zu dieser Zeit noch nichts bekannt.


Was ist digitales Röntgen?

Digitales Röntgen stellt eine moderne und strahlungsärmere Alternative zum konventionellen Röntgen dar. Während bei dem analogen Verfahren Röntgenaufnahmen mit fotografischem Filmmaterial erstellt werden, werden digitalen Röntgenbilder mittels Sensoren und digitaler Speicherfolie der Kiefer gescannt und aufgezeichnet. Anschließend erfolgt die sofortige Auswertung und Diagnose auf dem Computer. Erste digitale Röntgengeräte sind seit Anfang der 1980-er Jahre auf dem Markt. Heute hat das digitale Röntgensystem herkömmliches Röntgen weitestgehend abgelöst.


Wann wird digitales Röntgen eingesetzt?

Mit einem Röntgenbild ist die genaue Diagnose jedes einzelnen Zahns und seinen umliegenden Kieferstrukturen möglich. Röntgenaufnahmen geben daher Aufschluss:


Was sind Vorteile des digitalen Röntgens im Gegensatz zum konventionellen Röntgenverfahren?

Sowohl das analoge als auch das digitale Röntgenverfahren ermöglichen die genaue Diagnose von Karies, Parodontitis, aber auch der Beschaffenheit des Kieferknochens. Dennoch bietet die digitale Methode viele Vorteile, aufgrund dessen sich das Verfahren in der Praxis durchgesetzt hat:

  • Geringere Strahlenbelastung: Der Patient wird deutlich weniger belastender Röntgenstrahlen ausgesetzt als bei der konventionellen Methode
  • Umweltschonend und weniger belastend: Bei der Entwicklung der Röntgenbilder kommen keine schädlichen Chemikalien zum Einsatz.
  • Schnellere Diagnosen: Die lange Wartezeit auf analoge Röntgenaufnahmen entfällt.
  • Einfache Nachjustierung: Sollte die Aufnahme nicht deutlich genug sein, kann diese einfach erneuert und verfeinert werden.
  • Höhere Bildqualität: Generell sind digitale Röntgenaufnahmen detailreicher und somit genauer als auf einem analogen Röntgenfilm.
  • Bessere Kommunikation: Ein weiterer Vorteil liegt in der schnelleren Patientenkommunikation, aber auch in dem vereinfachten fachübergreifenden digitalen Datenaustausch.

Digitale Volumentherapie – 3D-Röntgen in der Zahnmedizin

Die digitale Volumentomographie (DVT) ist ebenfalls ein bildgebendes Verfahren, bei dem eine dreidimensionale Darstellung unter Nutzung von Röntgenstrahlen erreicht wird. Zum Vergleich: Normalerweise wird durch digitales Röntgen eine zweidimensionale Darstellung erstellt. Das DVT verzeichnet eine geringere Strahlenbelastung als es bei der klassischen Tomographie der Fall ist. Vor allem im Bereich der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie und der Zahnmedizin wird das Verfahren eingesetzt.

Einen großen Nutzen bringt die digitale Volumentherapie in der Implantologie. Bevor ein fester Zahnersatz mithilfe eines Implantates im Kiefer verankert wird, bestimmt der behandelnde Zahnarzt das Knochenvolumen seines Patienten. DVT-Aufnahmen bieten eine hervorragende Möglichkeit, die Beschaffenheit des Kieferknochens in Höhe und Breite zu diagnostizieren. Aber auch bei zahlreichen weiteren Behandlungen wie einer Frakturdiagnostik oder eines Tumorverdachts, bei der eine dreidimensionale Diagnostik von Zähnen und Knochen sinnvoll ist, kommt die digitale Volumentherapie zum Einsatz.


Wie gefährlich ist das digitale Röntgen?

Zwar ist die Strahlenbelastung bei dem Verfahren des digitalen Röntgens noch vorhanden, sie ist aber deutlich geringer als bei dem herkömmlichen Verfahren. In jedem Fall wird Ihr Zahnarzt Risiko und Nutzen abwägen. Ihre Gesundheit steht im Vordergrund jeder Behandlung. Gesunde Zähne und Zahnfleisch tragen maßgeblich zum allgemeinen Wohlbefinden bei. Darum kann das digitale Röntgenverfahren dazu beitragen, schwere Folgeschäden an Zähnen, Zahnfleisch, Kiefer, aber auch in anderen Körperregionen zu vermeiden.

Wir freuen uns über Ihre Terminanfrage und begrüßen Sie gern zur Behandlung in unserer Praxis.