Zahnersatz: Mit Ihrem Zahnarzt zu einem lückenlosen Lächeln

Wer einen oder gar mehrere seiner Zähne verliert, wünscht sich meist einen schnellen und gleichwertigen Ersatz. Ob ein Zahnersatz aber sinnvoll ist und welche Form sich am besten eignet, hängt von mehreren Faktoren ab. Welche Möglichkeiten gibt es also, einen verlorenen Zahn zu ersetzen?


Den richtigen Zahnersatz finden

Immer dann, wenn fehlende oder beschädigte Zähne die natürliche Funktion und Ästhetik des Gebisses beeinträchtigen, ist ein Zahnersatz nötig. Ob ein Zahnersatz sinnvoll ist und vor allem welche Form sich am besten eignet, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Ihr Zahnarzt untersucht zunächst:

  • Die Nachbarzähne
  • Ihre Mundgesundheit und Mundhygiene
  • Alter und Lebensweise
  • Persönliche Vorlieben und Erwartungen an den Zahnersatz
  • Kosten der Behandlung sowie Festzuschüsse durch die Krankenkasse

Die moderne Zahnmedizin bietet mittlerweile zahlreiche Möglichkeiten, beim Thema Zahnersatz für jedes individuelle Problem eine passende Lösung zu finden.

Grundsätzlich kann zwischen festen und herausnehmbaren Zahnersatz unterschieden werden. Der festsitzende Zahnersatz bietet einen höheren Tragekomfort und ein harmonischeres Ergebnis als die herausnehmbare Variante. Welche davon die richtige Lösung ist, hängt jedoch immer auch vom individuellen Fall ab. Allgemein lässt sich jedoch sagen, dass bei kleinen Lücken, die von stabilen, eigenen Zähnen umgeben sind, sowohl Implantate als auch feste Brücken eine gute Lösung darstellen. Bei größeren Lücken, die beispielsweise vier oder fünf Zähne umfassen, ist eine Brücke meist keine Option mehr, da sonst eine zu hohe Belastung auf einzelnen Zähnen wirken würde. In diesem Fall sollte ein herausnehmbarer Zahnersatz oder ein Implantat in Erwägung gezogen werden.


Kronen für stark beschädigte Zähne

Ist Ihr Zahn so weit zerstört, dass eine Füllung nicht mehr möglich ist, kommt eine Zahnkrone in Frage. Für die Behandlung bestimmt Ihr Zahnarzt anhand der genormten Farbringe die Zahnfarbe. Der betroffene Zahn wird anschließend beschliffen. Das bedeutet, dass der Zahnschmelz minimalinvasiv reduziert wird um Platz für neue Kronen zu schaffen. Ein Labor fertigt die Krone mit einem Abdruck Ihres Zahns individuell an. Danach befestigt bzw. zementiert Ihr Zahnarzt die Krone auf dem verbliebenen Zahn. Dabei ist wichtig, dass der Zahnersatz bissgenau zum Gegenkiefer passt und sich in Form und Farbe an Ihr restliche Gebiss einfügt. Die Zahnkrone gibt es in verschiedenen Varianten:

Vollmetallkrone

Eine metallische Krone aus Nicht-Edelmetall ist im Seitenzahnbereich von der Krankenkasse vorgesehen. Die Kosten für den festsitzenden Zahnersatz betragen rund 340 Euro. Die Krankenkassen übernehmen davon ca. 60 Prozent über einen sogenannten Festzuschuss. Sollten die Kosten für die Krone durch den Einsatz von Gold steigen, bleibt der Festzuschuss jedoch gleich. Die Vollmetallkronen halten bis zu 25 Jahre, heben sich jedoch durch Material und Farbe deutlich von den restlichen Zähnen ab.

Vollkeramikkrone

Optisch kommt eine Vollkeramikkrone dem Zahn am nächsten. Sie ist gut verträglich und je nach Zusammensetzung sehr langlebig. Im Vergleich zu einem natürlichen Zahn stellt sie heute das Optimum an Ästhetik dar. Bei guter Herstellung im Labor ist sie selbst für einen Zahnarzt kaum von den eigenen Zähnen zu unterscheiden. Das Grundmaterial für den hochwertigen Zahnersatz sind keramische Massen, die an die natürlichen Zähne angepasst werden. Durch die Metallfreiheit sind Vollkeramikkronen biologisch sehr gut verträglich.

Verblendkronen

Bei den Verblendkronen ist der Kern der Krone weiterhin metallisch. Die sichtbare Außenseite der Zahnkrone umfasst aber ein zahnfarbenes Material. Zu den hauptsächlich verwendeten Materialien zählen Keramik-Massen sowie Kunststoffe.


Brücken bei nebeneinander fehlenden Zähnen

Die Zahnbrücke ist als Lösung für drei bis maximal vier nebeneinander fehlende Zähne vorgesehen. Nachbarzähne dienen für diesen Zahnersatz als Brücke und müssen dafür beschliffen und überkront werden.

Brücken können aus Metall oder Keramik bestehen. Aber auch ein Metallgerüst, das im sichtbaren Teil mit Keramik oder Kunststoff überzogen wird, ist möglich. Mittlerweile erreichen vollkeramische Brücken dieselbe Stabilität und Haltbarkeit wie die Variante aus Metall. Da Metall in der Verwendung jedoch wesentlich günstiger ist als Keramik, ist letzteres keine Kassenleistung. Für den Patienten fallen deshalb Mehrkosten an. Bei der Basisversorgung gehen die gesetzlichen Krankenkassen von bis zu 1.000 Euro pro Brücke aus.

Die Brücken gibt es in drei Varianten. Die häufigste ist die Endpfleilerbrücke. Sie wird an den beiden vorhandenen Zähnen rechts und links der Lücke befestigt. Fehlt jedoch an einer Seite ein Zahn als Brückenglied, kann die Brücke nur an einer Seite befestigt werden. Dabei ist von einer Freiendbrücke die Rede. Adhäsivbrücken sind geklebte Brücken, die sich besonders für kleine Lücken oder als Provisorium eignen.


Implantate als künstliche Zahnwurzel

Implantate können fehlende Zähne ersetzen. Ein Zahnersatz kann auf einem Implantat festgeschraubt oder -gebohrt werden. Der Vorteil von Implantaten ist, dass die gesunden Zähne nicht geschliffen werden müssen. Allerdings zählen Implantate nicht zur Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkasse und sind gegebenenfalls kostenintensiver.


Herausnehmbarer Zahnersatz: Teil- und Vollprothesen

Kronen, Brücken und Implantate zählen zum festsitzenden Zahnersatz. Zahnprothesen dagegen sind ein herausnehmbarer Zahnersatz. Je nachdem, wie viele Zähne fehlen, unterscheiden Zahnärzte zwischen Voll- und Teilprothesen. Die Versorgung mit einer Prothese ist immer dann sinnvoll, wenn mehrere Zähne im Gebiss fehlen. Das ist häufig die Folge von

  • Altersbedingten Prozessen
  • Zahn- sowie Zahnfleischerkrankungen
  • Fehlstellungen oder Fehlbelastungen des Kiefers
  • Unfällen

Teilprothesen werden vom Zahnarzt z. B. mit Metallklammern an den natürlichen Zähnen oder Implantaten befestigt. Dadurch haben die Prothesen einen sicheren Halt. Voll- oder Totalprothesen dagegen ersetzen alle natürlichen Zähne im Ober- oder Unterkiefer. Sie sehen im besten Fall aus wie natürliche Zähne und ermöglichen ein normales Kauen und Sprechen. Für einen guten Sitz im zahnlosen Kiefer ist es wichtig, dass die Prothese an diesen angepasst ist. Außerdem kann sie auch an Zahnwurzeln oder Implantaten verankert werden. Diese Variante trägt den Namen Hybridprothese.

Müssen in Ihrem Gebiss mehrere Zähne oder eine gesamte Zahnreihe durch eine Prothese ersetzt werden, greift die Regelversorgung der jeweiligen gesetzlichen Krankenkasse und Sie erhalten einen Festzuschuss der Krankenkasse. Wobei Sie jedoch auch immer einen Eigenanteil kalkulieren sollten.


Kosten für den Zahnersatz

Da sich die Kosten für den Zahnersatz aus der individuellen Fertigung und der Behandlung durch den Zahnarzt zusammensetzen, gibt es keine festen Preise. Die Kosten werden im sogenannten Heil- und Kostenplan von Ihrem Zahnarzt bereits vor der Behandlung festgehalten. Dieser Heil- und Kostenplan muss Ihrer Krankenkasse vorgelegt werden, damit diese ihn bewilligen und die Zahnersatz-Kosten berechnen kann. Die Zusage von der Krankenkasse ist für ein halbes Jahr gültig.

Im Rahmen der Regelversorgung übernimmt die Krankenkasse für gesetzlich Versicherte einen gewissen Teil der Kosten für den Zahnersatz. Diese Regelversorgung bezeichnet die Standardtherapie, die gleichzeitig medizinisch sinnvoll sowie wirtschaftlich vertretbar ist. Meist beträgt der Festzuschuss bei der Regelversorgung 50 Prozent, kann sich aber durch ein lückenlos ausgefülltes Bonusheft noch erhöhen.