Zahnimplantat: Der professionelle Zahnersatz bei Ihrem Zahnarzt

Der Verlust eines oder mehrerer Zähne sind für die Betroffenen hart. Ein Zahnimplantat kann die fehlenden Zähne ersetzen – und ist dabei kaum von Ihren natürlichen Zähnen zu unterscheiden. Die künstliche Zahnwurzel hat sich zur ersten Wahl in Bezug auf Zahnersatz entwickelt – noch vor konventionellen Methoden wie Prothesen oder Brücken.


Was sind Zahnimplantate?

Mit einem Zahnimplantat lassen sich Zahnlücken dauerhaft schließen. Sie sind der Zahnwurzel nachempfunden und in Kombination mit einem festsitzenden Zahnersatz kaum von den echten Zähnen um sie herum zu unterscheiden. Das Implantat wird von Ihrem Zahnarzt wie eine künstliche Zahnwurzel direkt im zahnlosen Teil Ihres Kieferknochens verankert. Zahnimplantate bestehen meist aus drei Teilen: dem im Knochen verankerten Implantatkörper, dem Halsteil und dem darauf befestigten Zahnersatz – also z. B. einer Zahnkrone oder Brücke. Zahnimplantate sind eine stabile, ästhetische und auch funktionale Lösung, um verlorene Zähne passgenau zu ersetzen.

Je nach Position des Implantats und dem verfügbaren Budget kommen verschiedene Varianten und Materialien zum Einsatz. Je nach Material, Aufwand und Anzahl der Zahnimplantate unterscheiden sich auch die Kosten für Ihren Zahnersatz.

Zwar handelt es sich beim Einsetzen von Zahnimplantaten um einen operativen Eingriff, die Risiken sind aber dennoch sehr gering. Hierzulande gehört eine Implantation zu den sichersten und erfolgversprechendsten Methoden. Die Zahnimplantate können, bei guter Pflege und regelmäßiger Kontrolle, auch nach zehn Jahren noch tadellos halten. Da das Implantat bereits nach drei bis sechs Monaten vollständig mit dem umliegenden Knochen zu einer festen und belastungsfähigen Einheit verbunden ist, ist es bereits nach kurzer Zeit voll belastbar.


Materialien und Arten von Zahnimplantaten

Für Implantate werden zwei Materialien verwendet: Titan und Keramik. Titan-Implantate sind die häufigste Variante im Bereich der zahnärztlichen Implantologie. Sie sind korrosionsbeständig, gut verträglich und belastbar. Nachdem das Titan-Implantat in einem operativen Eingriff in den zahnlosen Kiefer eingepasst wurde, verwächst es direkt mit dem Kiefer. Wenn Patienten jedoch unter sehr dünnem Zahnfleisch leiden oder die Schneidezähne ersetzt werden müssen, können mit Keramik-Implantaten ästhetischere Ergebnisse erzielt werden. Die Implantate aus Zirkonoxid ähneln den natürlichen Zähnen mehr und sind zudem eine hochwertige, metallfreie Alternative.

Die gängigste Form des Implantats sind Schraubenimplantate, die aus dem Implantat an sich, dem Pfosten und einer Zugschraube bestehen. Weitere Implantatformen sind zum Beispiel:

  • Zylinderimplantate
  • Stufenförmige Implantate
  • Konische Implantate
  • kurze Implantate
  • Zygoma-Implantate
  • Mini-Implantate

Zahnsituation, Knochensubstanz und Ansprüche des Patienten geben unterschiedliche Implantatformen und -Arten vor. Dadurch werden die Zahnimplantate immer auf die Situation des Patienten angepasst.


So läuft die Behandlung beim Implantat ab

Der richtige Zahnersatz sollte immer gut gewählt werden. Das trifft besonders bei Implantaten, die jahrzehnteoder teils sogar lebenslang im Kiefer verbleiben, zu. Unsere Spezialisten sind von der ersten Untersuchung über das Einsetzen des Implantats bis hin zur Nachversorgung immer ein zuverlässiger Partner.

Voruntersuchungen und Behandlungsplan

Vor einer Implantation sind verschiedene Voruntersuchungen und manchmal auch Vorbehandlungen nötig. Denn für das Zahnimplantat muss der Kieferknochen bestimmte Bedingungen erfüllen, der Mundraum entzündungsfrei und auch der allgemeine Gesundheitszustand gut sein. Bei einigen Patienten ist zudem ein Knochenaufbau notwendig, sodass das Implantat sicher im Knochen des Kiefers verankert werden kann. In diesem Zusammenhang stellt Ihr Zahnarzt auch einen Behandlungs- und Kostenplan für Ihr Zahnimplantat auf.

Behandlungsablauf beim Zahnimplantat

Das Einsetzen von Zahnimplantaten ist dank der modernen Zahnmedizin unter örtlicher Betäubung mit minimalinvasiven Operationsmethoden möglich. Durch die kleinen Operationsflächen ist der Eingriff schmerzarm und birgt auch nach der örtlichen Betäubung oder Narkose weniger Risiken.

Für die Implantation verschafft sich Ihr Zahnarzt zunächst mit einem kleinen Schnitt Zugang zu Ihrem Kieferknochen. Im zweiten Schritt bohrt er eine passgenaue Öffnung in den Kiefer. In diese wird das Implantat eingesetzt, das meist aus Titan oder Keramik besteht. Konnte das Implantat erfolgreich eingebracht werden, verschließt Ihr behandelnder Zahnarzt die Wunde im Zahnfleisch über der Schraube mit einer Naht und die Heilungsphase beginnt.

Wurde das Implantat erfolgreich eingesetzt, beginnt die Einheilungsphase. Diese kann drei bis sechs Monate in Anspruch nehmen. In dieser Zeit verwächst das Implantat vollständig mit Ihrem Kieferknochen und bildet eine Einheit mit diesem (Osseointegration). Bis die Implantate endgültig mit einem Zahnersatz versorgt werden können, tragen Sie einen provisorischen Zahnersatz, der kaum von Ihren eigenen Zähnen ist. Ist die Einheilung schließlich abgeschlossen, werden Aufbauteile am Implantat angebracht, auf denen der Zahnersatz befestigt wird. Dieser soll wie ein echter Zahn vom Zahnfleisch umschlossen werden und sich so in das Bild der gesunden Nachbarzähne einfügen. Hierfür ist ein kleiner Schleimhautschnitt notwendig. Das Implantat erhält einen Zahnfleischformer und ein Abdruck wird genommen. Mit diesem fertigt der Zahntechniker den Zahnersatz an.

Nachbehandlung

In den ersten Tagen nach dem Eingriff sollten Sie besonders darauf achten, die Region rund um das Implantat nicht zu stark zu beanspruchen. Auch eine gute Mundhygiene ist wichtig, um Entzündungen vorzubeugen. Für die Zahnpflege sollten Sie eine weiche Zahnbürste verwenden. Zudem können in den ersten Tagen nach Einsetzen des Implantats Schwellungen und leichte Schmerzen auftreten. Mit Medikamenten und ausreichend Kühlung sind sie jedoch leicht zu behandeln. Mit einer antiseptischen Mundspülung können Sie in den ersten Wochen nach dem Eingriff einer Entzündung vorbeugen.


Was kosten Zahnimplantate?

Der Preis für Zahnimplantate lässt sich pauschal nicht genau bestimmen. Das liegt zum einen daran, dass die gesetzliche Krankenkasse die Versorgung mit Implantaten nicht vollständig übernimmt. Zum anderen ergeben sich die Kosten für die Gesamtbehandlung aus vielen verschiedenen Faktoren, die bei jedem Patienten unterschiedlich zum Tragen kommen. Eine erhebliche Rolle spielen zum Beispiel Aufwand und Schwierigkeit des Eingriffs – etwa ob ein Knochenaufbau notwendig ist.

Ob die Kosten der Behandlung übernommen werden, ist immer auch vom Versichertenstatus des Patienten abhängig. Die gesetzliche Krankenkasse beteiligt sich am Zahnersatz mit einem Festzuschuss. Dieser Festzuschuss können Sie durch ein vollständig ausgefülltes Bonusheft erhöhen. Wenn Sie privat versichert sind, sollten Sie den vom Zahnarzt ausgestellten Behandlungs- und Kostenplan Ihrer Versicherung vorlegen. Beachten Sie bitte, dass jede Privatversicherung über ein eigenes Kosten-Erstattungssystem verfügt.