Richtige Zahnpflege – maßgeblich für die Gesunderhaltung von Zähnen und Zahnfleisch

Die richtige Zahnpflege geht über das tägliche Zähneputzen hinaus. In unserem Beitrag erfahren Sie mehr zu den Maßnahmen, die wesentlich zur Gesunderhaltung Ihrer Zähne und Ihres Zahnfleisches beitragen.


Warum ist die richtige Zahnpflege wichtig?

Bei unzureichender Mundhygiene drohen Patienten mittel- bis langfristig starke Verfärbungen sowie Zahn- beziehungsweise parodontale Erkrankungen. Nach jeder Nahrungsaufnahme verbleiben Beläge – sogenannte Plaque oder Biofilm– auf den Zähnen. Plaque bietet einen hervorragenden Nährboden für verschiedene Bakterien wie beispielsweise Laktobazillen und Streptokokken. Diese sind unter anderem für die Entstehung von Karies verantwortlich. Sie wandeln den im Biofilm enthaltenen Zucker in Säure um, welche den Zahnschmelz angreift oder sogar irreparabel zerstört. Durch eine gründliche Mundhygiene entfernen Sie bakterielle Beläge und sorgen für die Gesunderhaltung von Zähnen, Zahnfleisch und letztlich Ihres gesamten Körpers.


Wie pflegen Sie Ihre Zähne richtig?

Die optimale Zahnpflege ist immer individuell zu beurteilen. Nicht für jeden Patienten sind dieselben Maßnahmen und Produkte zu empfehlen. Wir verschaffen einen Überblick zu den wichtigsten Maßnahmen und Zahnpflegeartikeln.

1.   Richtig Zähneputzen

Wir empfehlen Ihnen zweimal täglich für etwa drei Minuten Ihre Zähne in kreisenden Bewegungen zu putzen. Neben Häufigkeit und Dauer der Zahnreinigung hat auch die richtige Putztechnik entscheidenden Einfluss auf eine effektive Reinigung Ihrer Zähne. Mit der KAI-Technik lernen bereits Kinder den optimalen Umgang mit der Zahnbürste. Bei Anwendung dieser Methode putzen Sie zuerst alle Kauflächen, danach alle Außenflächen und abschließend die Innenseiten der Zähne. So berücksichtigen Sie beim Zähneputzen alle Zahnflächen.

2.   Zahnseide und Interdentalbürsten

Mit Zahnseide entfernen Sie schädliche bakterielle Beläge auch in den Zahnzwischenräumen und wirken parodontalen Erkrankungen entgegen. Bei größeren Lücken oder im Bereich der hinteren Backenzähne ist die Anwendung von Interdentalbürsten sinnvoll.

3.   Zahnpasta mit Fluorid

Eine Fluorid-Zahnpasta trägt zu einer besseren Remineralisierung der Zähne bei. Zudem bietet das enthaltene Fluorid eine Art temporären Schutz vor Säuren und beugt damit der Kariesbildung vor.

4.   Die richtige Zahnbürste

Die optimale Zahnbürste ist an Ihre Bedürfnisse angepasst. Ob Sie eine Handzahnbürste oder eine elektrische Zahnbürste bevorzugen, bleibt am Ende Ihnen überlassen. Beide Varianten sorgen mit der richtigen Putztechnik für eine gute Mundhygiene. Allerdings kann der Härtegrad der Zahnbürste entscheidend sein. Bei empfindlichem Zahnfleisch empfehlen wir eine weiche Zahnbürste – im besten Fall mit abgerundeten Borsten.

5.   Mundspülungen

Auch Mundspülungen können eine sinnvolle Ergänzung zu Zahnbürste, Zahnpasta und Zahnseide sein. Die Lösungen sind meist antibakteriell und wirken daher präventiv Zahnfleischentzündungen, Parodontitis und Karies entgegen.

6.   Professionelle Zahnreinigung

Durch eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) werden bakterielle Beläge auch an schwer erreichbaren Stellen entfernt. Im Rahmen der PZR erhalten Patienten eine professionelle Fluoridierung der Zähne. Dadurch erhält der Zahnschmelz einen zusätzlichen Schutz vor Karies. Ein weiterer Vorteil der Professionellen Zahnreinigung ist die Aufklärung über eine gute häusliche Zahnpflege. Gerne gibt Ihnen das Prophylaxe-Personal wertvolle Tipps zur richtigen Technik beim Zähneputzen sowie dem Umgang mit Zahnseide und Interdentalbürsten.


Optimale Zahnreinigung in jedem Alter

Jeder Lebensabschnitt bringt neue Anforderungen an die Mundhygiene mit sich. Eine gute Zahnpflege sollten Sie in jedem Alter durchführen.

Zahnpflege bei Babys und Kindern

Eltern freuen sich, wenn die ersten Zähne ihres Babys durchblitzen. Allerdings beginnt dann auch die Herausforderung der richtigen Pflege. Zunächst können Eltern mit speziellen Fingerlingen die ersten Milchzähne ohne Zahncreme reinigen. Später benutzen Kleinkinder zur Zahnpflege eine altersgerechte Kinderzahnbürste mit kleinem Kopf und eine spezielle Kinderzahnpasta für ihre Milchzähne. Eine Kontrolle und gegebenenfalls das Nachputzen durch die Eltern bleibt jedoch bis zum 7. Geburtstag unerlässlich.

Zahnreinigung bei Jugendlichen

Die Mundhygiene von Jugendlichen ist mitunter eine Herausforderung. Gerade Träger einer festen Zahnspange sollten regelmäßige Termine zur Professionellen Zahnreinigung wahrnehmen, um die bleibenden Zähne gesund zu erhalten. Auch die Anwendung von Interdentalbürsten zur Reinigung der Zwischenräume und Lücken zwischen Zähnen und Zahnspange ist notwendig, um die Gefahr für Karies zu reduzieren.

Gute Zahnpflege bei durchbrechenden Weisheitszähnen

Auch die Weisheitszähne, die zwischen dem 19. und 25. Lebensjahr durchbrechen, erfordern eine Umstellung in der Mundhygiene. Sind diese letzten, schwer erreichbaren Backenzähne vollständig durchgebrochen, bedarf es in den meisten Fällen einer Zahnbürste mit kleinem Bürstenkopf, um die Weisheitszähne rundum pflegen zu können. Nicht selten ist aber auch eine Weisheitszahn-OP zur Entfernung notwendig, um Entzündungen oder die Verschiebung der Zahnreihe zu verhindern.

Zahnpflege-Tipps für Erwachsene

Sind Zahnwechsel und die Herausforderungen im jungen Erwachsenenalter überstanden, heißt es in Sachen Zahnpflege konsequent zu bleiben, um Zahnerkrankungen zu vermeiden und so die Wahrscheinlichkeit eines notwendigen Zahnersatzes zu umgehen. Hormonumstellungen, schlechte Lebensgewohnheiten wie Rauchen oder übermäßiger Alkoholkonsum sowie nachlässiges Zähneputzen sind nur einige mögliche Risiken für Zahnerkrankungen oder Zahnverlust.

Mundhygiene bei den Dritten

Einen festsitzenden Zahnersatz sollten Sie genauso gut pflegen wie die eigenen Zähne. Um eine Zahnprothese zu reinigen kann der Einsatz von Spezialbürsten sinnvoll sein. Auch Prothesenpflegemittel unterstützen die tägliche Reinigung. Sprechen Sie über die Wahl der richtigen Pflegemittel für Ihre Dritten immer mit Ihrem Zahnarzt.


Mit gesunder Ernährung pflegen Sie Ihre Zähne

Wussten Sie, dass Sie durch den Verzehr von Rohkost wie Möhre oder Apfel etwas für Ihre Zahnpflege tun? Durch das Beißen auf harte Nahrungsmittel erhält Ihr Körper das Signal, den Zahn zu stärken – genauer gesagt den Zahnschmelz zu härten. Zudem punkten Obst und Gemüse natürlich mit vielen wertvollen Vitaminen und Mineralstoffen. Dagegen stellt der übermäßige Verzehr zuckerhaltiger Lebensmittel eine Herausforderung für Zähne und Zahnfleisch dar. Eine zahngesunde Ernährung setzt sich überwiegend aus Vollkornprodukten, Gemüse und Obst zusammen. Natürlich tragen diese Lebensmittel auch maßgeblich zur Gesunderhaltung Ihres gesamten Körpers bei. Produkte, welche mit Zuckeraustauschstoffen gesüßt wurden, schonen ebenfalls die Zähne und sind meist mit dem „Zahnmännchen“ ausgezeichnet.

Sie wünschen sich eine individuelle Beratung für Ihre Zahnpflege? Ihr Zahnarzt beantwortet Ihnen gerne alle Fragen zum richtigen Zähneputzen und gibt Ihnen weitere Zahnpflege-Tipps.